“Von meinen Freunden konnte ich schon viel lernen”
Artikel über die DS-Aufführung am 26. März 2026 des Kurses von Frau Seitz
Manchmal hat man in Freundschaften das Gefühl, dass einem etwas vorgespielt wird. Als wäre alles nicht echt. Hier am LOG machen wir das ganz anders. Wir spielen unseren Freunden und Freundinnen nichts vor. Wir spielen über sie!
Im Unterrichtsfach Darstellendes Spiel haben wir uns in der Entwicklung unseres Jahresprojekts Gedanken darüber gemacht, was überhaupt alles zu unserem Thema „Freundschaft“ dazugehört, und wir durften feststellen, wie divers Freundschaften eigentlich sein können.
Unsere Theaterstück war eine Szenencollage, das bedeutet, wir hatten ganz viele verschiedene Szenenschnipsel, die wir alle an einen roten Faden geknüpft haben. Und woher kamen diese Schnipsel? Die mussten wir uns selbst erarbeiten! Am Anfang wussten wir da gar nicht, wo wir anfangen sollten und es war zunächst schwierig, sich etwas darunter vorzustellen – die neue Herausforderung forderte uns wirklich, doch Frau Seitz, unsere DS-Lehrerin, stand immer mit Hilfestellungen und Impulsen parat, wenn wir mal nicht mehr weiter wussten. Das geschah jedoch unaufdringlich und einfühlsam, ohne dass sie für uns Entscheidungen, damit wir am Ende ein Stück selbst erarbeitet hatten, das völlig aus unseren eigenen Erfahrungen entstand und uns widerspiegelte.
Das macht Darstellendes Spiel aus: Spielen und Lernen. Wir haben dabei richtig viel gelernt. Die Szenen entstanden meist organisch, fast schon nebenbei, während uns gerade Theaterhandwerk, theatrale Zeichen, Theaterästhetik und Schauspieltheorie erklärt wurde – Wissen, das wir dann mit Eigenverantwortung in unser Stück einarbeiten konnten.
Die Proben haben viel Spaß gemacht und vergingen schneller, als wir dachten. Am Tag der Aufführung standen wir dann alle als Gemeinschaft mit einem Stück vor dem Publikum, für das wir gerne auf die Bühne gingen. Ein Stück, welches zeigt, wie viel wir schon gelernt haben, aber auch, wer wir sind und was unsere Freundschaften einzigartig macht.
Clara Euler

