Ankommen in der Gymnasialen Oberstufe

Pädagogischer Tag am Lichtenberg-Oberstufengymnasium/Bruchköbel

Mindestens einmal im Jahr veranstalten das Kollegium und die Schulleitung des LOG unter der Federführung der Schulentwicklungsgruppe einen sogenannten Pädagogischen Tag, bei dem allgemeinere pädagogische Fragen übergreifend erörtert werden sollen.

Vergangene Woche fand nun der diesjährige Tag unter dem Motto „Ankommen in der Oberstufe“ statt. In unterschiedlichen Arbeitsgruppen, aber auch im Gesamtplenum sollten die besonderen Bedingungen, Herausforderungen und auch Probleme der Schülerinnen und Schüler identifiziert und bearbeitet werden, wenn diese nach der 10. Klasse ans LOG wechseln. Das Besondere in diesem Jahr: Es sollte nicht nur über die Betroffenen, sondern auch mit ihnen gesprochen werden. Und so folgten 25 Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen der Einladung ihrer Klassenlehrkräfte, diesen Tag durch ihre persönliche Sicht zu bereichern.

In einer ersten Arbeitsphase ging es also zunächst um das Wahrnehmen der Schülerperspektive. Bereits im Vorfeld hatte die Schülerschaft des LOG hierzu insgesamt weit über 1000 Zettel mit Problemen und Anregungen beschrieben, die nun in gebündelter und geordneter Form die Arbeitsgrundlage bildeten. Hierbei kristallisierten sich fünf übergeordnete Bereiche heraus: fachliche Anschlussfähigkeit, digitale Arbeitsfähigkeit, selbständiges Lernen, soziales Ankommen sowie Organisatorisches. Auf alle fünf Arbeitsgruppen waren nun die eingeladenen Schülerinnen und Schüler verteilt, während die Lehrkräfte in zwei Durchgängen unterschiedliche Arbeitsgruppen besuchten. 

Wie nehmen nun aber die Schülerinnen und Schüler das Ankommen am LOG und somit in der Gymnasialen Oberstufe wahr? Welche Tipps können sie rückblickend ihren neuen Mitschülern, aber auch der Lehrerschaft geben? Neben Erwartbarem, wie etwa die unterschiedlichen fachlichen Voraussetzungen (bedingt durch die unterschiedlichen Zubringerschulen des Schulverbundes), förderte die Schülerperspektive auch durchaus Überraschendes zutage. Während zum Beispiel die Lehrkräfte darüber nachdenken, wie sich KI sinnvoll in den Unterricht integrieren lässt, nehmen einige Schülerinnen und Schüler den unterschiedlich intensiven KI-Einsatz ihrer Mitschüler auch unter dem Gesichtspunkt des gesteigerten Konkurrenzdrucks wahr. Dass es nicht einfach ist, sich in einer neuen Schule mit neuen Mitschülern zurechtzufinden, dürfte den meisten Lehrkräften auch vorher schon klar gewesen sein. Dennoch trugen die teils recht persönlichen Berichte der Schülerinnen und Schüler auch zu einer gesteigerten Sensibilisierung für das Thema bei.

In einer weiteren Arbeitsphase wurden die so gesammelten Eindrücke zur weiteren Bearbeitung synthetisiert. An dieser Stelle wären die versammelten Schülerinnen und Schüler nun in einen freien Nachmittag entlassen worden. Überraschenderweise erbat sich der ganz überwiegende Teil von ihnen jedoch, auch am Nachmittag noch mitarbeiten zu dürfen, als es nun darum ging, konkrete Maßnahmen und Konzepte für die einzelnen Bereiche zu entwickeln.Fazit: Lehrer- und Schülerschaft arbeitet auf Augenhöhe miteinander – eine positive Erfahrung für die gesamte Schulgemeinde.

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