Biologie-Exkursion in die Vogesen

Am  02.05.2019  starteten der Bio-LK 12 von Frau Koß und Schülerinnen und Schüler des Bio-LK 12 von Herrn Rickert zusammen mit Frau Klett zu früher Stunde vom Hanauer HBF in die Nordvogesen, um zusammen mit den Schülerinnen und Schülern unserer französischen Partnerschule, dem Lycée André Maurois, eine Exkursion in das Biosphärenreservat Nordvogesen in Frankreich zu unternehmen und um ihre Biologiekenntnisse zum Thema „ Ökosystem Fließgewässer“ zu vertiefen. 

Pünktlich um 9.30 Uhr kamen wir dann bei strahlendem Sonnenschein im „Maison de l’Eau et de la Rivière“ (MER) in Frohmuhl  an,  in dem wir untergebracht waren und welches für die deutschen und französischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer  Workshops zum Thema „Ökosystem Fließgewässer“, organisiert hatte. Die französischen Schülerinnen und Schüler trafen etwas später mit ihren Lehrerinnen Frau Bihl und Frau Frisson ein. Nach einer allgemeinen Begrüßung durch die pädagogische Leitung des MER wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in zwei Gruppen, bestehend aus deutschen und französischen Schülerinnen und Schülern, eingeteilt. Die beiden französischen guides, Théo und Norvène, organisierten dann ein abwechslungsreiches Programm. Nach ein paar Kennenlernspielen, bei denen unsere Schülerinnen und Schüler ihre Sportlichkeit unter Beweis stellten, begaben sich die beiden Gruppen zeitversetzt auf Wanderschaft entlang des Etang de Donnenbach und erkundeten die dortige Pflanzenwelt. Tapfer wanderten die Schülerinnen und Schüler dann weiter über Stock und Stein bis zu der Quelle des Flusses Eichel, bei der sie Wasserproben entnahmen und unter anderem die Wassertemperatur und den Nitrat-und den Phosphatgehalt des Wassers maßen. Anschließend wanderten die Schülerinnen und Schüler entlang des Flusses Eichel weiter und entnahmen an einigen weiteren Stationen Wasserproben und fischten erfolgreich nach kleinen Tieren und Kleinstlebewesen im Wasser wie z.B. Würmer und Frösche. Am Ende der Wanderung trotzten wir dann noch einem kleinen Regenschauer, den wir aufgrund unserer wasserfesten Kleidung alle gut überstanden.

  Nach einem gemeinsamen Abendessen mussten die französischen Schülerinnen und Schüler leider wieder abfahren. Die deutschen und französischen Schülerinnen und Schüler hatten aber während der Wanderung  die Gelegenheit genutzt sich näher kennenzulernen und haben bereits online  Kontakt auf sozialen Plattformen, wie facebook und instagram, geschlossen.

Am nächsten Tag fand dann noch ein Workshop zum Thema „Tierwelt im Fließgewässer bzw. im Teich“ statt, der fachkundig von unserem guide Théo geleitet wurde, wobei unsere Schülerinnen und Schüler französische Vokabeln zu dieser Thematik dazulernten und Théo dabei seine Deutschkenntnisse unter Beweis stellte und einige deutsche Vokabeln zückte. Die Schüler kescherten dann hochmotiviert nach den Tieren der Unterwasserwelt und siebten erfolgreich diverse Tierchen aus dem Gewässer. Neben verschiedenartigen Würmern und Lurchen fischten sie sogar Krebse wie den Steinkrebs und  den amerikanischen Flusskrebs aus dem Wasser, welche dann unter der fachkundigen Leitung von Théo, Frau Koß und Herrn Rickert genauer bestimmt wurden. Nach dem Mittagessen traten wir dann unsere Heimfahrt an, bei der wir eine kleine Fahrt quer durch die Nordvogesen machten und unter anderem in den pittoresken Städtchen La Petite-Pierre und Niederbronn-Les- Bains Halt machten und uns dort unter anderem mit französischer Patisserie stärkten, bevor wir dann am Nachmittag gemeinsam mit der französischen Kollegin Margot Bihl die beeindruckende mittelalterliche Felsenburg Chateau de Fleckenstein erklommen. Zusammen mit unserem deutschen guide erkundeten wir die Burg und erfuhren interessante Einzelheiten und Anekdoten über die wechselseitige Geschichte dieser imposanten Burg.

Gegen 18 Uhr traten wir dann unsere Heimreise nach Hanau an, wobei uns unser Busfahrer geschickt entlang der französischen und deutschen Weinstraße zurück nach Hanau manövrierte, sodass wir gegen 20.30 Uhr bereits wieder am Hanauer HBF waren. 

Insgesamt war die Exkursion für unsere Schülerinnen und Schüler lehrreich und ein schönes Erlebnis. Außerdem wurden neue Bekanntschaften geschlossen und der Wunsch geäußert, die Kontakte weiter zu vertiefen.

Unser ganz besonderer Dank gilt dem Förderverein des LOG, der wesentlich dazu beigetragen hat, dass diese interessante und lohnenswerte Fahrt zustande kommen konnte.

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