|
|||||
Nach einem Verkehrsunfall mit hohem Blutverlust stehen oft nicht sofort die nötigen Blutkonserven zu Verfügung. Was kann man tun?
1. Möglichkeit: Infusion mit destilliertem Wasser. Was geschieht mit dem Patienten?
Der Patient wird nicht überleben. Warum nicht?
Begründung: Das durch das destillierte Wasser verdünnte Plasma hat eine geringere Konzentration gelöster Stoffe, als das Zellinnere der Blutkörperchen. Es ist diesem gegenüber HYPOTONISCH (hypo: darunter, weniger). Dadurch nehmen die Blutkörperchen Wasser auf. Sie vergrößern sich, bis sie schließlich platzen.
2. Möglichkeit: Infusion einer physiologischen Kochsalzlösung (0,9 %)
Der Patient überlebt (evtl.) Warum?
Begründung: Die Konzentration der gelösten Stoffe im Plasma und in den Blutzellen ist gleich groß – ISOTONISCHE (iso: gleich) Lösungen. Eine Schädigung der roten Blutkörperchen ist nicht zu erwarten.
3. Möglichkeit: Infusion einer Kochsalzlösung deren Konzentration höher als 0,9 % ist.
Der Patient wird nicht überleben. Warum?
Begründung: Die Konzentration gelöster Stoffe im Blutplasma ist nun höher als in den Blutzellen. Die Blutzellen befinden sich in einer HYPERTONISCHEN (hyper: übermäßig, mehr als...) Lösung. Die Blutkörperchen werden auf Grund des Wasserverlustes schrumpfen. Sie werden in ihrer Funktion eingeschränkt. In pflanzlichen Zellen führen hypertonische Lösungen zur Plasmolyse.
Deplasmolyse:
Zur Übersicht 11. Klasse der Biologieseite Sachsen (nur bei Zugang zum Internet)
© C. Busse 30.10.2000