Religionsunterricht in Marburg

Von Julia Galler

Am 27.01.2018 war es wieder soweit. Der 13er Religionskurs von Frau Hillenbrand unternahm einen Tagesausflug nach Marburg. Nach einer guten Stunde waren wir da. Noch am Bahnhof besprachen wir, welches Menschbild verschiedene wissenschaftliche Disziplinen, wie beispielsweise die Soziologie, haben – genauer gesagt, wie oder „als was“ der Mensch hier jeweils angesehen wird.
Dies war eine gute Einleitung für das Thema, mit welchem wir uns am Vormittag auseinandersetzten: Was ist der Mensch im biblisch-christlichen Sinne? Für diese Erarbeitung nahm uns das „Haus der Begegnung“ in Marburg auf. Wir bekamen Getränke und Kekse und wurden mit offenen Armen empfangen.
Zuerst arbeiteten wir mit einem fiktiven Interview zwischen Reinhard Kardinal Marx, dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, und Maybrit Illner. In diesem erklärte Marx annähernd, was der Mensch im christlichen Sinne ist. Wir vertieften dieses Thema, indem wir uns mit den Schöpfungserzählungen beschäftigten, der jüngeren (Gen 1,1-2,4a) und der älteren (Gen 2,4b ff.). Anhand dieser beiden Schöpfungserzählungen besprachen wir auch, was der Herrschaftsauftrag und der Schöpfungsauftrag bedeuten, außerdem welche Rolle Mann und Frau in der Bibel übernehmen und was die Freiheit des Menschen beinhaltet bzw. bedeutet.
Dann erzählte und Schwester Elfriede M. Gollbach, die das „Haus der Begegnung“ in Marburg betreut, was der Gedanke hinter dieser Einrichtung ist, weshalb es sie überhaupt gibt und was dort angeboten wird. Danach war es auch schon Zeit für die Mittagspause. Wir gingen in Kleingruppen los und erkundeten hauptsächlich die Oberstadt.
Nach der Pause trafen wir uns vor der Elisabethkirche. Das Erste, was uns im Inneren auffiel, war, dass es sich hierbei um eine evangelische Kirche handelt. Wir besuchten diese Kirche, um über die heilige Elisabeth zu sprechen, die „Stadtheilige“ von Marburg, welche, wie man sich wahrscheinlich denken kann, die Namensgeberin der Kirche ist. Dabei lernten wir, wer Elisabeth war, wann sie gelebt hat, wie es dazu kam, dass sie heiliggesprochen wurde, und schließlich was sie mit dem biblisch-christlichen Menschenbild zu tun hat. Außerdem beschäftigten wir uns mit ihrem Grab bzw. ihrem Schrein, die beide im Inneren der Kirche zu finden sind.
Anhand von Standbildern stellten wir nach, was Elisabeth Besonderes getan hat, um nach ihrem Tod heiliggesprochen zu werden. In diesem Atemzug machten wir auch einen kleinen Exkurs zu Franz von Assisi, welchen sich Elisabeth – wie auch Papst Franziskus –, zum Vorbild genommen hat.
Ehe wir uns schließlich wieder auf den Weg zum Bahnhof machten und nach Hause fuhren, entstand noch ein Gruppenfoto vor der Elisabethkirche.

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